Viel Frucht auf dem Frühstücksbrot
Viel Obst und Gemüse zu essen ist nicht nur für die Figur und die weiblichen Kurven gut, sondern sehr bedeutend für die Gesundheit. Aber nicht nur rohes Obst erfreut sich eines hohen Genuss. Fruchtaufstriche sind wieder beliebt unter den Gesundheitsbewussten. Wer aber Fruchtaufstriche mit Marmelade und Co. vergleicht, der wirft Äpfel und Birnen in einen Topf. Denn die fruchtigen und erfrischenden Obstaufstriche haben es nämlich richtig in sich. Sie unterscheiden sich in vielen Faktoren von Marmeladen und Konfitüren. Die gesetzlich vorgeschriebene Konfitüren-Verordnung besagt, dass die Fruchtaufstriche sich nur dann Konfitüre nennen dürfen, wenn sie mindestens 60 Prozent Zucker in Trockenmasse enthalten. Den Namen Marmelade tragen Produkte mit demselben Zuckeranteil, jedoch aus Zitrusfrüchten. Besonders nach viel gesundem Genuss hört sich das nicht an.
Für die mit alternativen Zutaten gesüßten Fruchtaufstriche gibt es dagegen keine bindenden gesetzlichen Vorschriften. Sie unterscheiden sich im Inhalt und Herstellung deshalb von ihren konventionellen Brot-Aufstrich Verwandten. Im Vergleich zu Konfitüre und Marmelade bringen Fruchtaufstriche weniger Zucker und dafür mehr Obst aufs Brot. Der Fruchtanteil liegt im Schnitt zwischen 50 bis 65 Prozent. Im Glas landen bevorzugt die Früchte, die einen ausgeprägten Eigengeschmack haben, wie zum Beispiel Erdbeeren, Himbeeren oder Kirschen. Statt Gelierzucker verwenden die Fruchtaufstrich Hersteller den pflanzlichen Stoff Pektin. Er lässt Flüssigkeiten gelartig fest werden. Man gewinnt ihn aus der Schale von Äpfeln und Zitrusfrüchten sowie aus Zuckerrübenschnitzeln. Ansonsten versüßt Rohrohrzucker den fruchtigen Belag.
Aber so viel Gutes hat auch negative Seite. Durch den geringen Zuckergehalt verderben Fruchtaufstriche um einiges schneller, als die Kollegen aus der Marmeladen-Abteilung. Um der Schimmelbildung vorzubeugen, empfiehlt sich deshalb, den Fruchtaufstrich nur mit einem sauberen Löffel zu entnehmen. Ratsam ist es das Glas nach dem Öffnen im Kühlschrank aufzubewahren. Oder noch besser: den Fruchtaufstrich schnell zu verzehren, den frisch schmeckt er am besten.
Wenn man sich im Supermarkt in den Regalen umschaut, ist das Angebot an Fruchtaufstrichen deutlich niedriger als an Marmeladen und Konfitüren. Dafür um einiges teurer. Also wer gesund leben will, der muss an dieser Stelle schon wieder tiefer in die Tasche greifen. Bei den Ausswärtsessern empfiehl sich immer zu fragen, um welche Art des Brotaufstrichs es sich auf dem Frühstückstisch handelt. In guten Hotels und besonders in Wellnesshotels dürfte keine Marmelade auf dem Tisch zu finden sein.
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